Was ist - die Magie der Empathie in der Malerei?

Die Magie der Empathie in der Malerei, wie ich sie in meinen Werken verstehe, hat im Grunde ihre Wurzeln im Magischen Realismus ab den 1920er Jahren, gleichermaßen aber im Magischen Realismus in der Literatur. Kennzeichnend ist, erstens, der Blick auf den Menschen mit seinen existentiellen Grundbedingungen, geprägt durch Leiden, Verlust und Tod. Und zweitens die Erkenntnis, dass es die Liebe, einzig und allein die Liebe ist, die den Menschen die Kraft verleiht, alles zu bewältigen, die sie schützt und ihre  Würde bewahren lässt. Die Magie der Empathie in der Malerei lässt dementsprechend die Betrachter an einem ausgeprägten Einfühlungsvermögen des Künstlers teilhaben. Wichtig zu verstehen: Ein solches Einfühlungsvermögen ist keineswegs bloß eine "besonders schöne Gabe": Nein - es kann sein, dass man damit verstummt - weil so vieles jenseits des Sagbaren liegt. Alle, denen es so geht, müssen auf die eine oder andere Weise Künstler werden. Denn überhaupt nur mit den Mitteln der Kunst kann man - wieder - zu einer Sprache finden. In der Malerei kann diese - magische - Bildsprache wild und roh wirken; zuweilen changiert sie aber auch - das mögen die Betrachter angesichts meiner Werke selbst entscheiden - zwischen zärtlich und brutalistisch. In jedem Falle hoffe ich, einem Romantisieren, Heroisieren oder Ästhetisieren, einem Überzuckern eine Absage zu erteilen; den Betrachtern wird Aushalten abverlangt.